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Lernen heisst auch den Horizont erweitern – Interior Design an der Schweizerische Textilfachsschule STF

Meine grosse Leidenschaft ist und war schon immer Räume zu gestalten. Bereits als ich klein war, habe ich ständig mein Zimmer umgestellt und probieret das Beste aus dem kleinen Raum herauszuholen. Diese Leidenschaft hat mich durch das ganze Leben begleitet. Ich liebe kreative Aufgaben, wo es darum geht nach Gestaltungslösungen zu suchen und diese umzusetzen. Das Zusammenspiel von Farben, Materialien, Gegenständen und Licht zu einer harmonischen Gesamtheit finde ich wahnsinnig spannend.

Für mich steht auch immer die Harmonie im Vordergrund. Wir sollen uns in unserem eigenen Zuhause wohl fühlen. Die Wohnung oder das Haus ist ja oft neben dem Büro unser Mittelpunkt im Leben (und in Krisenzeiten wie im Moment umso mehr). Es ist unser Rückzugsort, wo wir Kochen, uns erholen, Schlafen, lachen und einfach das Leben geniessen. Ein Zuhause, wo ich mich wohl fühle und gerne Zeit verbringe, war für mich immer sehr wichtig. Räume zu gestalten ist aber eine Kunst, wo sehr viele Aspekte berücksichtigt werden müssen. Grösse der Räume, Lage und Lichteinfall, Materialien und sinnvolle Platzierung der Möbel. Aber auch Proportionen, Masse und Bedürfnisse der Bewohner sind wichtige Details, die bei einer Raumgestaltung Rechnung getragen werden müssen. Die Herausforderung aus all diesen Anforderungen eine harmonische Gesamtheit zu gestalten ist auch nicht jedem gegeben. Wir investieren viel Geld in Umbauten, Renovationen und teurere Möbel und nicht desto trotz gelingt es uns oft nicht diese harmonische Gesamtheit zu erreichen.

„Interior Design is making the best possible use of the available space“

Wie am Anfang erwähnt, befasse ich mich bereits seit meiner Jugend mit diesen Themen. Architektur, Räume und Design faszinieren mich und ich lerne jeden Tag Neues dazu. Für mich heisst Lernen den Horizont zu erweitern, Werkzeuge zu erhalten wie man eine Aufgabe noch besser oder anders lösen kann. Ich sehe plötzlich die Herausforderungen aus einer anderen Perspektive und bekomme auch Motivation, neue Projekte in Angriff zu nehmen.

Seit einem Jahr besuche ich die Interior Design Ausbildung an der Schweizerische Textilfachschule (STF) in Zürich. Beweggründe, um die Ausbildung zu absolvieren waren Neugier Neues dazu zu lernen, Werkzeuge zu erhalten bei der Gestaltung von Räumen (vor allem Zeichnen und mit 3D-Programmen zu arbeiten), mein Verständnis für eine harmonische Inneneinrichtung zu vertiefen. Räume zu gestalten hat auch viel mit Erfahrung und Gefühl für die Gesamtheit zu tun, aber es gibt auch Regeln, die befolgt werden müssen. Diese Regeln, wie Materialbeschaffenheit, Masse, Proportionen, Zusammenspiel von Farben, um nur einige zu nennen, gehen oft vergessen oder werden nicht bewusst wahrgenommen. Bei der STF habe ich eine Ausbildung gefunden, die das bieten konnte,  nach dem was ich gesucht habe. Für mich war es auch wichtig, neben dem Job die Ausbildung absolvieren zu können. Schwerpunkte wie dreidimensionale Visualisierungsmethoden, Entwicklung von Farb- und Materialkonzepten, zeichnerische Grundlagen und Projektaufbau stehen auf dem Stundenplan. Es ist nur schade, dass einige Monate nach dem Schulstart die Tatsache einer umfassenden Pandemie uns getroffen hat und quasi von einem Tag auf dem anderen wurde der Unterricht hauptsächlich auf Fernunterricht verlagert. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten funktioniert dies aber meistens recht gut und ich habe mich daran gewöhnt, von zu Hause aus dem Unterricht zu folgen. Der persönliche Austausch mit den Lehrpersonen, die Möglichkeit Materialien physisch zu erleben und den Kontakt zu meinen Mitstudenten fehlt aber sehr. Wie bei jeder Erwachsenenbildung gibt es Themen, die einem mehr oder weniger interessieren und wichtig für mich ist, dass ich das mitnehmen kann, wo ich in meinem eigenen Leben weiterverwenden kann. Sei es für die persönliche Weiterentwicklung oder für die berufliche Laufbahn. Aus meiner Sicht kann ich die Weiterbildung weiterempfehlen. Schade ist nur, dass leider geplante Exkursionen, wie nach Paris an die Maison Objet, ins Wasser gefallen sind. Die Zeit nach der Pandemie wird aber bestimmt kommen.

„Talent ist good. Practice is better. Passion is best“

Meine ständigen Inspirationsquellen: Bücher, Wohnmagazine- und Blogs, neue Räume und Einrichtungen zu erleben und fotografieren.

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1 Comment

  • Reply
    Tanja
    28. Februar 2021 at 14:22

    Bin so gespannt wie es weitergeht. Es bleibt spannend bei dir. Du hast die richtige Richtung eingeschlagen. Dein Talent zum Einrichten hast du bereits des Öfteren bewiesen. Euer Zuhause – ob in der Schweiz oder Schweden – ist eine Wohlfühl-Oase. Freue mich, deinen Blog zu lesen und mich inspirieren zu lassen.
    Hopp Sarah . Weiter so.

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